Pillars of EternityReviewRollenspiel

Pillars of Eternity 2: Beast of Winter – Review

Im ersten DLC “Beast of Winter” für Obsidians aktuelles Rollenspiel-Flaggschiff Pillars of Eternity II: Deadfire tauschen wir Kapitänsmütze gegen Uschanka. Der DLC entführt uns auf eine eisige Insel im Süden des Todesfeuer-Archipels. Dort bekommen wir es nicht nur mit einem mysteriösen Kult zu tun, sondern werden auch zum Spielball für Rymrgand, das wahre Biest des Winters. Es beginnt eine Reise in eine andere Dimension, die uns vor ungeahnte Gefahren stellt.

Der Neue an Board

Dabei sind wir nicht allein, denn der Wächter erhält tatkräftige Unterstützung. Der DLC bringt einen Priester namens Vatnir ins Spiel, der sich vielseitig in die Gruppe integrieren lässt.

Mit dem neuen Mitstreiter an unserer Seite wagen wir uns in die Tiefen des Weißen Schlunds. Dort gilt es, eine Handvoll Aufgaben zu lösen und Entscheidungen zu treffen, die den Showdown von “Beast of Winter” leichter oder schwerer gestalten. Der DLC ist herausfordernd, mit einer Stufenempfehlung von 14-15 kommen wir nicht selten ins Schwitzen.

Erzählerisch stark

Der Schlund lockt mit interessanten Geschichten und einem Blick in die Vergangenheit, doch wer abseits der Hauptquest nach Abenteuern sucht, wird nicht fündig. “Beast of Winter” ist linear und bietet mit 4 bis 6 Spielstunden einen geringen Umfang. Viel zu schnell haben wir alles erkundet, viel zu einfach scheinen die Lösungen für die Rätsel, die sich der Gruppe stellen. An manch einer Stelle wünscht man sich mehr Tiefe. Mehr von allem. Doch nicht, weil es nicht genug ist, sondern weil man mehr erfahren möchte. Noch tiefer eintauchen. Noch mehr Atemzüge der fremden Welt genießen. Hier zeigt sich Obsidians Stärke, die es wie von Zauberhand verstehen, fantastische Geschichten zu erzählen.

Nicht nur der neue Begleiter fügt sich perfekt ins Bild, auch die bekannten Gefährten sind gut eingebunden. So reagieren sie mit eigenen Kommentaren und manchmal auch Verwunderung auf die Geschehenisse. Schade ist jedoch, dass der DLC keine erweiterten Dialogoptionen ermöglicht.

Haben wir uns allen Gefahren gestellt und den letzten Kampf gemeistert, kehren wir zurück in vertrautes Gewässer. Der DLC fügt sich nahtlos in die Geschichte von “Pillars of Eternity II: Deadfire” ein.  “Beast of Winter” ist in sich abgeschlossen, doch wer glaubt, dass der DLC deswegen keinerlei Bezüge zum Grundspiel enthält, wird überrascht werden. Doch mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.

Fazit

Die kurze Spieldauer ist der einzige Wermutstropfen, der am Ende bleibt.
"Beast of Winter" ist fesselnd und zieht uns so schnell in seinen Bann, dass wir uns nur schwer vom Bildschirm lösen können. Der Auftakt der drei angekündigten DLCs bietet herausfordernde Kämpfe und ein neues Gesicht, das die Gruppe sinnvoll ergänzt.
"Beast of Winter" kostet uns 9,99 €. Auch wenn der Umfang überschaubar ist, ist der Preis dennoch angemessen. Der DLC lockt mit einem Abenteuer, das dem Spieler in Erinnerung bleibt. Und einem, das neugierig macht auf die Dinge, die noch kommen werden.

  • Erzählung
  • Umfang
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schwierigkeit
Eure Wertung: 4.5 ( 5 Stimmen )
Similicious

Die Frau mit Tausend Namen. Similicious. Simi. Lily Ashby. Zockerin aus Leidenschaft seit 1993. Seitdem hat sie nicht nur Germanistik und Kunstgeschichte eingehend studiert, sondern auch die Videospiellandschaft. Simi ist Hauptschreiberling und Obertroll der Brückentroll Crew.

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